Musterdepot rutscht deutlich ins Minus

Das dritte Quartal reduzierte die Performance des Musterdepots auf -6% seit Jahresanfang. Nach einem Zwischenhoch in QII von plus 18% beträgt der Wertverlust fast ein Viertel. Mit dem Verzicht auf jegliches Markttiming werden solch drastische Verlustquartale in Kauf genommen.  Die Zukunft wird zeigen, ob diese Strategie zu fatalistisch ist, um langfristig die angestrebte Rendite zu erzielen.

Besonders stark gebeutelt hat es unseren Solarwert Centrosolar. Der Preisverfall bei Modulen, wie auch bei allen anderen Stufen der Wertschöpfungskette, übertraf sogar die Prognosen der Photovoltaik-Pessimisten. Inzwischen gibt es erste leichte Hoffnungszeichen, dass zumindest in Deutschland in QIV die Installationsleistung deutlich anziehen wird.

Ebenfalls überdurchschnittlich verloren die Notierungen von in Deutschland gelisteten Chinaaktien. So fiel auch der Kurs von kinghero mit dem allgemeinem Misstrauensvotum des Marktes gegen das Auslandslisting rein chinesischer Gesellschaften. Für eine nachhaltige Erholung des Kurses muss der news flow aus dem Unternehmen länger positiv bleiben als das allgemein negative Sentiment anhällt.

 

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Schaltbau – der D-Zug rollt wieder

Die Halbjahreszahlen von Schaltbau sind wieder einmal sehr erfreulich ausgefallen. Der Auftragseingang liegt deutlich über dem Umsatz, die Eigenkapitalquote stieg auf24% und der Gewinn pro Aktie erreicht bereits nach 6 Monaten 5,52€.

Damit scheint eine Anhebung der Prognose ( 8€ in 2011) mit den QIII-Zahlen sehr wahrscheinlich. Das Kursziel ist jetzt dreistellig. Dann sollte auch endlich der Aufstieg in den SDAX erfolgen.

zum Musterdeot

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Gewinnwarnung centrosolar

Die Reduzierung der Jahresprognose um 20% kam zu Halbjahr nicht überraschend. Die Entwicklung der Modulpreise, die Nachrichten aus der Branche, sowie Berichte anderer Solarunternehmen hatten deutlich gemacht, dass durch die Bank die Prognosen reduziert werden müssen. Der Kurs hatte das bereits voweggnommen, so dass der prompte Rebound nach der Veröffentlichung logisch erscheint.

Der schnelle Preisverfall verursacht nun das typische Deflationsproblem: Kunden warten weiter ab, ob sie im Herbst die Module nicht noch günstiger bekommen werden.

Inzwischen ist im Sonnengürtel der Welt die grid parity (= Preisgleichheit von Strom aus dem Netz mit der Selbstversorgung durch Photovoltaik) erreicht. Für Deutschland soll sie bereits 2012, spätestens aber in 2013 eintreten. Wenn Photovoltaik ohne Einspeisevergütung wirtschaftlich wird, sollte die Nachfrage einen neuen Boom erleben. Der untere Wendepunkt ist m.E. nicht mehr fern.

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Amadeus zum Halbjahr

Gestern meldete amadeus Halbjahreszahlen, die meine positive Erwartung vor allem in der Sparte Personalvermittlung noch einmal übertrafen.

Die Umsätze der einzelnen Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt:
* Zeitarbeit                    + 18 %
* Interim/Projektmanagement     - 18 %
* Personalvermittlung/-beratung + 73 %
* Fort- und Weiterbildung       -  0 %

Der Cashbestand ist trotz Dividendenausschüttung von 8,7 Mio€ nur um 3,4 Mio zurückgegangen. Das EPS könnte sich im laufenden Jahr 3€ annähern. Eine wiederum deutliche Anhebung der Dividende für 2011 ( 1,67€ für 2010) scheint so gut wie sicher.

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kinghero – Helden am Boden

Eigentlich war mir der Gedanke schon lange gekommen, dass die chinesischen Unternehmen,wenn sie ohnehin schon alles für wenig Geld produzieren, nur noch die entsprechende Marken bräuchten, um auch den Löwenanteil der Wertschöpfung sich ins Haus zu holen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man kauft westliche  Markennamen mit oder ohne Unternehmen oder man startet eine eigene Marke neu ausgehend von Heimatmarkt.

Ein ehemaliger Auftragsproduzent von Herren- und Damenmode geht den letzteren Weg und baut mit deutschen Invetorengeldern die Marke kinghero und neuerdings auch die Damenluxusmarke Auvadis auf.

Dabei verfolgt man eine ähnliche Strategie wie Gerry Weber und versucht mit eigenen Flagshipstores bei vertikaler Integration und  voller Kontrolle des Points of Sale margenstark zu wachsen.

Das Geld aus dem IPO wurde bisher gut investiert. Weitere 15 Mio aus der letzten Kapitalerhöhung werden noch in diesem Jahr in neue Flagshipstores investiert, deren Anzahl von 19 zum Halbjahr auf 65 bis zum Jahresende ansteigen soll. Geplant sind 0,4 Mio Investitionen/Store und 0,5 Mio Umsatz/Store, sobald diese Läden hinreichend angelaufen sind.

Die Bewertungkennziffern sind überaus attraktiv:

Die Marktkapitalisierung beim derzeitigen Kurs von 17,60€ und 6,775 Mio Aktien beträgt 119 Mio €.
Eigenkapitalquote >90%
Kinghero hat keine Bankverbindlichkeiten und ist cashpositiv mit ca. 7,20€ pro Aktie.
Umsatzprognose 105 Mio in 2011 bei 25% EBIT-Marge und 20% Nettomarge
In QI betrug die Marge beim EBIT sogar knapp 34% und netto 26%.

Das Umsatzwachstum soll in den nächsten Jahren bei 30% liegen.  Die IR-Arbeit ist bisher für den Entry-Standard hervorragend mit regelmäßigen Präsentationen auf Konferenzen. Ob das nach Abschluss der Eigenkapitaleinwerbung so bleibt, ist zu hoffen. Immerhin hat kinghero bereits den Wechsel in den Primestandard angekündigt.

Diese „chinesische Gerry Weber“ ist für mich zur Zeit eine der interessantesten Investitionsideen.

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