„… den Markt aufrollen“

Es herrschte wohl Euphorie im sonst so nüchtern agierenden Hause SNP, als man heute morgen die Pressemeldung zur neuen Kooperation versandte:

Der SNP Transformation Partner T-Systems und SNP wollen nun einen gemeinsamen vertrieblichen Ansatz verfolgen, um den SAPTransformationsmarkt aufzurollen.

Vertsändlich: Denn T-Systems beschäftigt in über 20 Ländern 45.300 Mitarbeiter (Stand 2010). Die 100-prozentige Telekom-Tochter erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 8,8 Mrd. €. Also ein Riesenschritt für die kleine SNP ( Umsatz 20 Mio 2009) ihre revolutionäre Software für die Anpassung von SAP Systemen an veränderte Konzernstrukturen, den SNP-Transformation-Backbone, weltweit als führende Technik zu etablieren.

Im Laufe des Tages erschien dann noch eine Adhoc-Meldung, in der man wieder zurückhaltender formulierte: „um den SAP-Transformationsmarkt gemeinsam zu bearbeiten“.

Der Halbjahresbericht ist noch gezeichnet von der großen Anstrengung, den Vertrieb für die neue Software, die auf ein sehr komplexes Einsatzgebiet abzielt, aufzubauen. Im zweiten Halbjahr soll es mit der gewohnten Dynamik wieder aufwärts gehen. Der Kurs ist inzwischen vorausgeeilt, da Branchenkenner auf den Erfolg des Produktes setzen.

Die Firmengründer Andreas Schneider-Neureither und Petra Neureither sehen ihr Unternehmen kurz vor dem Durchbruch und haben kein Interesse, sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung zu trennen. Sonst stünde mit T-Systems neben SAP ein weiterer Interessent bereit.

SNP ist übrigens von der FAZ als beste Aktie des verlorenen Börsenjahrzehnts im Nachhinein herausgefiltert worden.

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